25. Oktober 2011
Der Oktober ist nun fast vorüber und es war einer der besten Monate die wir hier bisher hatten!
Es war für uns hier sehr anstrengend und ging sehr an die Substanz und wie ihr sicher gemerkt habt, waren wir kaum zuhause zu erreichen, aber wir hatten sehr viele schöne Momente.
Angefangen hat der “Deutsche Monat” mit dem Tag der Deutschen Einheit. Die Feierlichkeiten waren sehr schön und wir hatten an diesem Abend sehr viel Spaß und gute Gespräche.
Gleich einen Tag später ging es mit einem von Tina und mir organisiertem Konzert weiter. Die Hot Brownies, eine Jazz Band aus Deutschland, haben ein Wohltätigkeitskonzert im Deutschen Klub gegeben. Dies war ein mehr als gelungener Abend und wir konnten viel Geld für unsere Charity Projekte im Deutschen Klub einnehmen. Trotz kurzer Vorlaufzeit von nur wenigen Tagen, haben wir es geschafft, den Klub bis auf die letzten Plätze zu füllen. Dafür haben wir uns ordentlich auf die Schulter klopfen lassen
Gleich am selben Abend haben wir die Hot Brownies noch zu einem lokalen Konzert in Manila begleitet. Dort gab es noch nie ein Jazz Konzert und das philippinische Publikum war sehr gespannt. Auch hier konnte die Band begeistern. 3 Uhr morgens waren wir dann zu Hause…
Am Freitag fing dann die Deutschlandmesse “Mabuhay Germany”, in deren Planung und Organisation wir die letzten Monate arg eingespannt waren, mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie an. Diese fand von Freitag bis Sonntag statt und hatte viele Highlights, wie Konzerte und ein Tischfußball Turnier – ratet mel, wer das gewonnen hat! In einem spannenenden Halbfinale haben wir die Jungs von Häfele mit einem Golden Goal geschlagen. Wir haben den Ausgleich zum 9:9 es 3 Sekunden vor Schluss geschossen und dann gleich drauf den Siegtreffer zum 10:9. Im Finale ging es gegen das Team von Lufthansa Technik, die wir 6:10 schlagen konnten. Ein großer Sieg!!!
Jetzt hatten wir ein paar Tage etwas weniger zu tun und zu Tinas Geburtstag sind wir zum Entspannen auf eine kleine Insel geflogen. Aber dazu in einem anderen Eintrag mehr.
Das große Finale des Oktobers war dann das Oktoberfest vom Deutschen Klub am letzten Wochenende. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und Tina konnte bei der Miss Dirndl Wahl den 4. Platz erringen. Glückwunsch dazu!!!
Bei Weißwurst und viel Bier haben wir dort mit Freunden und Kollegen lange gefeiert und der ganze Stress des Oktobers ist von uns abgefallen.
Jetzt blicken wir dem Jahreswechsel entgegen und freuen uns auch schon langsam auf die Heimat.
In 2 Wochen wird Peter uns zum 2. Mal in Manila besuchen und wir haben einen Ausflug in die Berge geplant. Es wird nach Banaue zu den Reisterassen (Weltkulturerbe) und nach Mindoro zum Tauchen gehen. Außerdem steht ein Besuch in Hong Kong an.
24. Oktober 2011
Bevor es zu spät ist und alle Eindrücke vergessen sind, möchten wir euch noch von unserem Trip nach Kuala Lumpur berichten.
Für knappe 4 Tage haben wir die Stadt erkundet. Nach einem turbulenten vierstündigen Flug sind wir mitten in der Nach angekommen und waren von der Effizienz am Flughafen schon einmal begeistert. Alles ging mühelos, das Taxi zahlt man an einem Schalter vor Abfahrt und ist somit sicher, dass man nicht über den Tisch gezogen wird. Überrascht waren wir, dass es vom Flughafen nochmal 1,5 Stunden dauerte, bis wir endlich im Stadtzentrum und am Hotel angekommen waren – um 3 Uhr nachts.
Um die Mittagszeit am nächsten Tag hatten wir eine Verabredung mit einer Freundin, die vor eineinhalb Jahren von Manila nach KL gezogen ist. Ihre Beagle-Hündin Meisie hat damals knapp 3 Wochen bei uns gelebt, bevor wir sie in den Flieger gesetzt haben. Das Wiedersehen war schön, Meisie hat uns leider nicht so 100%ig erkannt, aber damit konnten wir leben. Mit noch zwei Freundinnen von Brigitte und deren Hunden haben wir eine schöne Zeit in einem kleinen Park mit See verbracht und sind danach noch essen gegangen. Kuala Lumpur wirkt unglaublich klein und sehr grün. In den Außenbezirken ist es meist kein Problem, seine Hunde mitzubringen, wohingegen wir im Innenstadtbereich in 4 Tagen nicht einen einzigen Hund gesehen haben.
Mit dem Zug sind wir nach unserem Treffen zurück in die City gefahren und haben uns erst mal die Petronas-Towers, das Wahrzeichen Kuala Lumpurs angeschaut. Die beiden Türme dominieren das ganze Stadtbild, man hat das Gefühl, sie sind von überall aus zu sehen.
Die folgenden Tage stand dann Sightseeing auf dem Programm. Kuala Lumpur hat einiges zu bieten und mit unserem 24-Stunden-Busticket sind wir ordentlich rumgekommen. Ein Highlight war unser Besuch auf dem Menara Kuala Lumpur, einem Fernsehturm, von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann. Leider waren wir einen Tick zu früh für den Sonnenuntergang, aber der Ausblick war trotzdem toll! Auch einen Vogelpark haben wir uns angeschaut, der angeblich die größte Freiluftvoliere der Welt hatte. Mit 12€ pro Person fanden wir den Eintritt recht gesalzen, aber das war ein allgemeines Problem in KL – die Preise… Da es ein muslimisches Land ist, waren alkoholische Getränke horrend teuer und auch ganz normale Drinks haben oft mehr gekostet als das Essen. Das wider rum war recht günstig, solange man nicht irgendwo schick sitzen wollte. Auch die Taxifahrer haben die ganze Zeit versucht, einen auf fiese Art abzuzocken und haben ihre Verhandlungen erst bei 5€ pro Strecke angefangen, was natürlich viel zu viel war.
An einem Vormittag sind wir noch zu einem hinduistischen Pilgerort gefahren, der sich in einer Höhle befindet. An sich war es ganz interessant, aber wie uns auch schon in Singapur und Mauritius aufgefallen ist, sorgt die hinduistische Toleranz gegenüber allen möglichen Tieren nicht immer unbedingt für hygienische Verhältnisse. Daher war ein Großteil der Anlage voller Affen und Tauben, mit dem dazugehörigen Dreck. Das hinterlässt dann meist irgendwie keinen so guten Eindruck, ab gehört anscheinend dazu….
Kuala Lumpur hat uns alles in allem gut gefallen, sollte es irgendwann mal für 4 Jahre zu Auswahl stehen, müssten wir uns das aber gut überlegen. Sehr hundefreundlich wirkt die Stadt nicht und die Preise sind auf lange Sicht schon übel. Ansonsten ist die Lebensqualität sicher im Vergleich zu Manila unglaublich hoch. Der Verkehr wirkt geordnet, es gibt zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel. Die Kultur in Malaysia ist vielfältig und interessant und es schien, als würden die vielen verschiedenen Ethnien sehr friedvoll miteinander umgehen. Sicher eine Reise wert, aber Hong Kong hat es in unserem internen Ranking trotzdem nicht geschlagen