Die erste größere Unternehmung, die wir mit unserem heiß erwarteten Besuch aus Deutschland unternommen haben, war der Aufstieg auf den zuletzt 1991 ausgebrochenen Vulkan Mt. Pinatubo. Morgens um vier Uhr ging es schon los, um rechtzeitg sieben Uhr am Fuße des Vulkans zu sein. Dort mussten wir erst einmal auf unseren Fahrer und Tourguide warten und uns gefühlte 300 Mal in Formulare eintragen, um unsere Anwesenheit zu bestätigen. Als dies dann auch getan war, sind wir auf ein geländegängiges 4×4-Fahrzeug umgestiegen und durch ein laaaanges Tal zu den ersten Anhöhen des Vulkans gefahren bzw. geritten, so hat es sich zumindest angefühlt. Offenbar war der Fahrer arg in Eile, sodass er in irrsinnigem Tempo über die Piste geprescht ist. Trotzdem hatten wir genug Gelegenheit das einer Mondlanschaft gleichende Tal zu bewundern und waren auch ein wenig Froh, als dieser Teil der Tour wieder vorbei war. An den ersten Anstiegen des Vulkans angekommen, ging es dann 2 Stunden lang über Stock und Stein und durch Flussbette durch teils surreal wirkende Landschaften nach oben. Der Aufstieg hat uns sehr gefallen, da es so himmlisch ruhig und die Luft so frisch war. Am Anfang war es sogar noch richtig angenehm kühl – eine willkommene Abwechslung zum gewohnten Manila-Dunst. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings, dass der Führer nicht wirklich für seinen Job geeignet war. Da er immer ca. 500m vor uns gelaufen ist, haben wir uns irgendwann gefragt, wofür wir ihn eigentlich bezahlen. Aber davon haben wir uns die Laune nicht vermiesen lassen. Ganz schön geschafft von zwei Stunden Aufstieg (im Internet wurden immer 15min erwähnt, sodass wir auch nicht wirklich auf die lange Kraxelei vorbereitet waren) wurden wir dann mit einem wunderschönen Ausblick über den Kratersee belohnt, der so strahlend blau in den Vulkanwänden eingebettet war, dass es schon fast unwirklich gewirkt hat.
Natürlich haben wir den Kratersee fleißig zum Baden genutzt (wenn auch einer von uns nicht ganz freiwillig
), ein bisschen gruselig war’s schon, immerhin ist der Vulkan noch aktiv und manchmal hat man entfernt an den Wänden auch weißen Dampf aufsteigen sehen. Wie erwartet ist er uns aber nicht um die Ohren geflogen und nach dem mehr als zweistündigen Abstieg sind wir wieder am 4×4 angekommen und zu unserem Auto zurück”geritten”.
Der Pinatubo war echt ein super Ausflug, den wir sicher mal wieder machen werden. Das nächste Mal nehmen wir aber Taps mit, der macht der Aufstieg sicher auch Spass.
Zurück zuhause haben wir uns dann langsam aber sicher in die Weihnachtsvorbereitungen gestürzt, den Baum angeschmückt und die letzten Sachen für unser Weihnachtsessen eingekauft. Wie schon letztes Jahr merkte man, das Stresskurve der Philippinos bis zum 24. stetig ansteigt. Alle sind aggressiv und nervös und überall ist es brechend voll. Am Nachmittag des 24. wirkte die Stadt dann wie ausgestorben. Das haben wir natürlich genossen und uns einen schönen Weihnachtsabend mit 3-Gänge-Menü und Geschenkeauspacken gemacht. Am meisten hat sich Taps gefreut, die mit einem Parmaschinkenknochen und mehreren Spielzeugen echt gut weggekommen ist
(Jaja, zu Weihnachten darf man seinen Hund ja wohl durchaus mal als Kindersatz nutzen)
Am ersten Weihnachtsfeiertag gings gleich munter weiter, als wir eine Grillparty mit einigen unserer Freunde veranstaltet haben. War mal was anderes für den 25.12.
Tags darauf sind Tobi, Sven und Nancy dann auch schon in den Visayas-Urlaub aufgebrochen, während ich noch drei Tage bei Taps geblieben bin, um sie zu pflegen. Zum Urlaub dann aber später mehr