In der letzten Woche von Alex’ vierwöchigem Aufenthalt bei uns haben wir die Koffer gepackt und sind auf eine kleine Tour in die Visayas aufgebrochen.
Nachdem wir unseren Hinflug nach Cebu durch meine Schusseligkeit fast verpasst haben, saßen wir zum Glück dann doch in unserem Flugzeug und der wohlverdiente Urlaub konnte beginnen. In Cebu-City wurden wir von einem Fahrer unseres Resorts abgeholt und innerhalb von zwei Stunden nach Moalboal, dem Aufenthaltsort der nächsten 3 Tage gebracht.
Dort haben wir erstmal die Umgebung erkundet und alle unsere geplanten Unternehmungen für die nächsten Tage organisiert. Den Rest des Tages verbrachten wir ganz relaxt im Pool und am Strand.
Der zweite war Tobis und mein Tauchtag. Alex hat sich allein im Hotel amüsiert, während wir auf drei sehr nette Tauchgänge gegangen sind, auf denen wir unter anderem einen riiiiiesigen Sardinen-Schwarm von mehreren Millionen Tieren bewundern konnten.
Der nächste Tag wurde dann für uns alle aufregend. Es sollte zum Flussklettern gehen. Wir haben uns vorher beim Veranstalter, einem Deutschen, extra erkundigt, ob diese Unternehmung auch für Kinder taugt. Kein Problem, hat er uns versichert. Nach einer kurzen Wanderung zu unserer Einstiegsstelle wurde es aber ganz schön heftig. Schwimmen gegen die Strömung, Hinaufkletter von tosenden Wasserfällen und Entlanghangeln an Steilwänden war angesagt! Mitunter das Härteste und sportlich Herausfordernste, was wir hier je gemacht haben. Nach 4 Stunden und (nur) 4,5 km kamen wir dann zum Ende und ein köstliches Barbecue erwartete uns. Leider konnten wir während der ganzen Kletterei keine Fotos machen, da die Kamera zu beschlagen war und wir auch sonst irgendwie keine Hand frei hatten
Am nächsten Tag ging es dann schon weiter nach Bohol. Zurück in Cebu City gingen wir auf die Supercat-Fähre, die uns in rasender Geschwindigkeit nach Tagbilaran fuhr. Dort wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Den Rest des Tages verbrachten wir dann wieder mit der Organisation der bevorstehenden Tage.
Am Tag darauf stand eine halbtägige Bohol-Tour auf dem Programm. Ralf, den wir schon von unserem März-Besuch kannten, hatte sich Einiges einfallen lassen. Das Herausragendste war mit Sicherheit ein 45-sekündiger Flug über eine 100m tiefe Schlucht, in der der Loboc-River fließt. Tobi und ich haben uns für die schnelle Superman-Variante entschieden, während Alex und Ralf die Gondel genommen haben, die ziemlich langsam über die Schlucht fährt. Ein unvergessliches Erlebnis, dass wir auf jeden Fall wiederholen werden! (Video folgt wahrscheinl. nächste Woche)
Nachmittags haben wir uns dann noch die in Tagbilaran anlässlich eines Festivals stattfindende Parade angeschaut. Dort sind Schulen in selbstgebastelten Kostümen mit verschiedenen Tänzen aufgetreten, was mitunter ganz putzig war.
Tags darauf haben wir einen Ausflug mit unseren alten Bekannten, den Sun-Divers, nach Pamilacan unternommen. Für Tobi und mich standen zwei Tauchgänge auf dem Programm, während Alex in unserer Oberflächenpause mit dem deutschen Tauchlehrer Jürgen abgetaucht ist. Danach erwartete uns ein leckeres Barbecue auf der Insel, nach dem wir uns dann auf den Speedfire-Ring getraut haben, eine aufblasbare Vorrichtung, die von einem Boot mit irrer Geschwindigkeit übers Meer gezogen wird. Das ist viel härter als es aussieht und nur Tobi hat bis zum Schluss durchgehalten.
Abends haben wir dann noch in Alex Lieblingsrestaurant (mit deutscher Küche
) auf den gelungenen Urlaub angestoßen, da es am nächsten Tag leider schon wieder zurück nach Manila ging. Da dies auch Alex’ letzter Tag bei uns war, hatten wir noch eine kleine Überraschung in petto. Nach einem ausgiebigen Abendbrot mit Alex’ neuen Freunden Randel und Stéphanie sind wir eine Partie Bowling spielen gegangen. Mit Ruhm haben wir uns alle nicht bekleckert, aber der Abend hat viel Spaß gemacht. Leider war der Abschied von den beiden dann auch umso tränenreicher…
Nach einem Eistee in dem Restaurant, wo wir auch Alex’ ersten Abend verbracht haben, ging es dann auch nach Hause. Am nächsten Morgen wurde der Koffer zugemacht und es ging auf zum Flughafen. Der Abschied fiel uns allen wirklich schwer und es war kaum zu glauben, dass vier Wochen schon wieder herum waren…
Aber ohne Abschied gäbe es ja auch kein Wiedersehen im nächsten Jahr…
Also KOPF HOCH, Alex, wir freuen uns schon ganz doll, dich nächstes Jahr wieder hier zu haben!!!
:-*
