Nachdem der zweite Besuch am 8. März wohlbehalten eingetroffen ist, ging es gleich am darauffolgenden Tag nach Bohol, einer der südlichsten Punkte, den wir auf den Philippinen bereisen dürfen.
Dort checkten wir in einem kleinen Resort ca. 3 min vom feinen, weißen Sandstrand entfernt ein. Direkt in unserer Nähe war ein Tauchshop unter deutscher Leitung, mit dem wir gleich für die nächsten 3 Tage einige Tauchgänge vereinbarten.
Am zweiten Tag haben wir nach zwei schönen Tauchgängen dann ein zünftiges Barbecue auf einer kleinen, von nur wenigen Leuten bewohnten Insel gehabt.
Nach drei Tauchtagen haben wir das Tauchzeug dann wieder weggepackt und uns mehr dem Inselleben gewidmet. Bohol bzw. Panglao Island, eine vorgelagerte Insel, auf der sich der meiste Tourismus abspielt, ist zwar recht schön, leider wissen das aber auch schon sehr viele Leute, sodass es uns im Vergleich zu anderen Orten auf den Philippinen doch sehr überlaufen und touristisch erschien. Entlang des Strandes reihte sich ein Restaurant ans andere und wirklich menschenleere Ecken gab es nicht wirklich. Falls man auf Party am Strand und viel Abwechslung beim Essen steht, ist es ganz nett dort, Ruhe und Entspannung findet man allerdings nicht viel.
Ein echtes Highlight des Urlaubs war eine Tour ins Landesinnere. Dort haben wir nicht nur die berühmten Schokoladenhügel, die kleinste Affenart der Welt und schwankende Hängebrücken bestaunt, sondern uns wurden auch kleine Geheimtipps gezeigt wie z.B. ein Wald mit freilebenden Pavianen (oder sowas) und der “Buko-King”, der junge Kokosnüsse innerhalb von Sekunden mit seinen Zähnen geschält hat.
Nach einer knappen Woche ging es dann zurück nach Manila, um die Stadt und Umgebung zu erkunden. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag
Letztes Wochenende war es endlich soweit, der lang erwartete Tauchclub-Trip nach Donsol zu den Walhaien stand an.
Früh am Morgen ging es Samstag zum Flughafen, um die Reise nach Legaspi, 500 km entfernt von Manila, anzutreten.
Dort angekommen, empfing uns zunächst der Anblick des gewaltigen Mayon-Vulkan, der wegen seiner fast perfekten Kegelform sehr bekannt ist und um Weihnachten rum auch in Deutschland in den Medien war, weil er auszubrechen drohte. Dieses Wochenende allerdings war von einem bevorstehenden Ausbruch nichts zu sehen.
Nach einer Stunde Autofahrt sind wir dann in Donsol angekommen, wo es nach einem kurzen Briefing gleich aufs Boot ging. Auch der Rest ging dann sehr schnell. Unser philippinischer Guide schrie nur plötzlich “Walhai, fertigmachen!” und schwupps war man ins Wasser gesprungen und hielt Ausschau. Beim ersten Mal war die Sicht wirklich schlecht, sodass man nur einen grauen Fleck sehr schnell wegschwimmen sah. Nichtsdestotrotz war es doch ein ganz schöner Adrenalin-Stoß, denn es war ein sehr großer grauer Fleck…
Beim nächsten Mal ist man dann schon etwas routinierter ins Wasser gesprungen, die Sicht war auch um einiges besser, sodass man den sanften Riesen nun auch schon aus ca. 5 m Entfernung heranschwimmen sah. Es war wirklich überwältigend. Dieser Walhai war gigantische 11 m lang und schwamm eine ganze Weile mit uns an der Oberfläche. Einfach ein unbeschreibliches Gefühl, so einem riesigen Tier ist man ja noch nie so nah gekommen.
Insgesamt konnten wir an diesem Tag 4 Walhaie eine Zeit lang begleiten, bevor es dann auf einen zweistündigen Boottrip nach Ticao-Island ging, wo wir die erste Nacht verbrachten.
Am nächsten Tag war dann Tauchen angesagt. Zwar mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch, da uns die Tsunami-Warnung natürlich schon erreicht hatte, andererseits wussten wir, dass man bei dem Tauchgang, den wir planten eigentlich am sichersten war, da er im offenen Meer stattfand, dort wo Tsunamis noch nicht zu spüren sind. Also absolvierten wir bis Mittag wie geplant unsere zwei Tauchgänge, einer davon der bisher anspruchsvollste für Tobi und mich, da es unser erster Strömungstauchgang war. Es hat zwar sehr viel Spaß gemacht, allerdings war die Sicht nicht gut und wir haben eigentlich nichts Spektakuläres gesehen (vor allem im Vergleich zu den Walhaien am Tag zuvor). Den Nachmittagstauchgang ließen wir dann ausfallen und haben auf Entwarnung gewartet, damit wir unseren Bootstrip zurück antreten konnten. Diese kam dann auch endlich und es konnte zurück nach Donsol gehen.
Dort haben wir am Montag nochmal einen Vormittag mit den Walhaien verbracht. Es war wieder absolut faszinierend und da weniger Leute auf dem Meer waren, waren die Tiere auch viel länger an der Oberfläche, sodass man lange mit ihnen schwimmen konnte. Einfach atemberaubend. Insgesamt haben wir an diesem Tag noch einmal 6 der großen Vegetarier getroffen.
Leider ging es mittags dann schon wieder zurück nach Manila, für uns steht aber fest, dass wir diese Saison noch einmal zu den Walhaien fahren werden.
Außerdem freuen wir uns natürlich schon auf unseren nächsten Besuch, der am Sonntag eintreffen wird Dann gibt es auch erst mal eine Woche Strand, relaxen und Tauchen auf Bohol – zur Erholung