15. Dezember 2009
Dieses Wochenende war dem Tauchen gewidmet. Am Freitag ging es nach der Arbeit in den Flieger und abends waren wir mal wieder in Phaidon Beach angelangt. Leider war das Wetter, untypisch für die Jahreszeit, relativ schlecht und es hat viel geregnet.
Trotzdem haben wir die Tage genutzt und sind vier Mal Unterwasser gewesen. Leider war die Sicht und leider auch die Organisation am ersten Tauchtag nicht sehr gut und wir haben nicht sehr viel gesehen. Trotzdem haben wir wieder viel Erfahrung sammeln können und nun steht dem nächsten Tauchschein im Januar (Advanced Open Water) nichts mehr im Wege. Der zweite Tag war umso besser und wir haben viele interessante Tiere und Pflanzen gesehen.
Am Montagmittag ging es dann wieder nach Manila zurück und in Rekordzeit haben wir uns für den Weihnachtsempfang in der Botschaft fertiggemacht. Der Abend war wunderschön und endete damit, dass wir Taps von den “Wochenendeltern” Randel und Stephanie abgeholt haben. Ich denke, Taps hatte auch ein tolles Wochenende mit Candy.
Irgendwie ist es schon komisch, wenn man nach Deutschland fliegt und ein paar Tage später einen Rückflug “nach Hause” hat. Etwas fremd kommt man sich dann schon vor und irgendwie war alles auch noch viel grüner als wir Deutschland verlassen haben.
Auf meine Rundtour von Frankfurt nach Anhalt-Bitterfeld über Nürnberg und Ludwigshafen zurück nach Frankfurt, habe ich viele Freunde und natürlich unsere Familien wiedergesehen. Leider hatte ich nirgendwo genügend Zeit und nach der Wiedersehensfreude kam auch schnell wieder der Abschied nah. Vielen Dank an alle die mich beherbergt haben und mit denen ich einige schöne Tage verbringen konnte.
Der nächste Heimaturlaub ist im September nächsten Jahres und dann kommen wir wieder beide nach Hause. Wer uns bis dahin sehen möchte, muss wohl oder übel mal vorbeifliegen.
7. Dezember 2009
Letztes Wochenende haben wir Manila Richtung Norden verlassen und sind in die Kordilleren, ein Gebirge auf unserer Insel Luzon, gefahren. Unser Weg führte uns nach Baguio, ca. 6 Stunden von Manila entfernt. Baguio ist die so genannte “Sommerhauptstadt” der Philippinen, weil viele Einheimische hierher entfliehen, wenn es im Mai/Juni zu heiß im Flachland wird. Baguio ist nämlich im Durchschnitt 10°C kälter als der Rest des Landes.
Nach 5,5 Stunden zum Teil nervenraubender Fahrt, die aber durchaus spektakuläre Aussichten zu bieten hatte, sind wir endlich an unserem Hotel angekommen. Mein Chef hatte uns einen Hotelgutschein vermacht, den er bei einem Golfturnier gewonnen hatte. So kam es, dass wir im nobelsten Edelschuppen Baguios abgestiegen sind. Als wir dort das Auto verlassen haben, mussten wir merken, dass es in den Bergen tatsächlich viel kälter ist. Ohne Jacke und Pulli konnte man gar nicht raus. (Das hat die Golfer, die auf dem zum Hotel zugehörigen 18-Loch Golfplatz in ihren kurzen Hosen gespielt haben, aber nicht gestört. Die waren wahrscheinlich zu etepetete zum Frieren
)
Im Hotel eingecheckt haben wir erstmal die Gegend erkundet. Die Kordilleren sind mit Pinienwäldern überzogen, was einem beim Spazierengehen das Gefühl gibt, in einem deutschen Nadelwald zu sein. War wirklich schön. In der Nähe des Hotels haben wir ein Schmetterlingshaus gefunden. Nachdem wir den Eintritt gezahlt hatten, gestand uns der Besitzer allerdings, das er grad nur drei Schmetterlinge hat – typisch philippinisch. Dafür hat er mit uns und den Schmetterlingen aber eine verrückte Fotosession gemacht – Ergebnisse siehe unten
Am nächsten Tag haben wir fleißig Holzprodukte geshoppt, die es hier sehr günstig zu haben gab. Außerdem haben wir uns den Nachbau eines traditionellen Igorot-Dorfs angeschaut, dies sind die “Ureinwohner” dieser Gegend. Den Sommerpalast der Präsidentin haben wir auch gesehen, allerdings nur von außen. Hat aber auch gereicht.
Die Abende haben wir immer mit einem Gläschen Rotwein am Hotelkamin ausklingen lassen, was wirklich nett war, einem auf den Philippinen aber schon irgendwie komisch vorkam
Für die Rückfahrt am Sonntag haben wir dann eine andere Straße gewählt, als auf der Hinfahrt. Das Panorama war wirklich beeindruckend. Allerdings war manchmal nur noch ein Teil der Straße da, weil der Rest einfach abgerutscht ist. Auch die eher behelfsmäßig anmutenden Brücken, ließen einen manchmal ganz schön schlucken. Vor allem wenn hinter der Brücke ein Schild stand, dass eigentlich nur ein Auto auf einmal drüber darf, man aber vorher zu fünft drüber gefahren ist…
Nach 6,5 Stunden Fahrt (davon eineinhalb Stunden nur im Stau in Manila) haben wir es dann aber doch endlich geschafft und wurden zuhause freudig von Taps begrüßt
Baguio und die Berge werden wir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, falls uns das tropische Wetter mal zuviel wird und wir es ein wenig kühler haben wollen. Das nächste Mal wollen wir aber versuchen, Taps mitzunehmen. Die Wälder dort würden ihr bestimmt sehr gut gefallen…